16. Juli 2010 12:47 Alter: 51 Tage

Sommerhitze bescherte einsatzähnliche Zustände

Kategorie: Gesamt Wehr, Jugend, Zeitungsartikel, Übung Gesamt WehrJugendZeitungsartikelÜbung

Von: Jörg Felßner

Feuerwehren des Brandmeisterbezirks übten den Ernstfall „Waldbrand“

Wendelstein (jr) - Seit Beginn der aktuellen Hitzewelle sind die „Steckerleswälder“ des Reichswalds und im nahen Landkreis Roth besonders feuergefährdet und inzwischen gilt in Teilen Franken die höchste Gefahrenstufe 5. Mit diesem Szenario vor Augen war es für die Feuerwehren im Brandmeisterbezirk Wendelstein-Schwanstetten eine ideale unangemeldete Einsatzübung, als zur Probe für den Ernstfall für die Faber-Castellschen Waldungen bei Neumühle jetzt Alarm mit angenommenen Waldbrand gemeldet wurde. 

 

Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Helmut Mederer aus Wendelstein, der zusammen mit Dr. Rüdiger Hunke von der Vermögensverwaltung der Familie Faber-Castell und Förster Norbert Feder von der zugehörigen Forstverwaltung die Waldbrandübung ausgearbeitet hatte, war folgendes Szenario angenommen: Unweit der Sandgrube Schüssel bei Neumühle ist ein Waldstück in Brand geraten, das von den Feuerwehren des Brandmeisterbezirks Wendelstein-Schwanstetten gelöscht werden muß. Das zugehörige Wasser kam dabei aus Teichen und einem Wasserreservoir in der Sandgrube und aus den nahen Fischweihern bei Neumühle.

Nach der Alarmierung war die Feuerwehr aus dem benachbarten Sperberslohe die erste Ortswehr am angenommenen „Brandort“, ihr und den Wehren aus Neuses, Sorg und Raubersried oblag die Wasserförderung und das Bekämpfen des Feuers von den Fischweihern aus mit ihren Pumpen an einer der vier Flanken des „Brandherds“. Ähnliche Aufgaben fielen den Löschfahrzeugen ohne Wassertank aus den Feuerwehren Wendelstein, Röthenbach St.Wolfgang, Groß- und Kleinschwarzenlohe sowie aus Schwand und Leerstetten zu, wobei sich an der Übung insgesamt 146 Feuerwehrleute mit 21 Fahrzeugen aus 10 Feuerwehren beteiligten.

 

„Tankstation“ in der Sandgrube

Viel zu fahren gab es für die Tanklöschfahrzeuge der beteiligten Ortswehren. Als autarke Gruppen mussten sie aus ihrem fahrzeugeigenem Wassertank das „Feuer“ bekämpfen und konnten dann an einer vorbereiteten „Tankstation“ in der nahen Sandgrube ihren Tank wieder auffüllen. Diese Zusatzeinrichtung wurde von einer Gruppe der Feuerwehr Wendelstein betreut, die dort das benötigte Wasser aus einem Auffangbehälter zum Nachfüllen bereithielt. Obwohl die unangemeldete Großübung des Brandmeisterbezirks zum Glück „nur eine Übung“ war, sorgten trotzdem die sommerlichen Hitzegrade für ein einsatzähnliches Gefühl bei den Helfern.

Bei der anschließenden Einsatzbesprechung im nahen Dürrenhembach erhielten die 146 beteiligten Feuerwehrleute aus den Ortswehren der Gemeinden Wendelstein und Schwanstetten viel Lob für ihren Einsatz und eine Brotzeit als Spende der Graf Faber-Castellschen Vermögensverwaltung als Dank. Sowohl Wendelsteins 2.Bürgermeister Willibald Milde wie auch Kreisbrandmeister Helmut Mederer dankten hier allen Helfern für die Teilnahme an der Übung. Kreisbrandrat Werner Löchl würdigte zudem wie auch Dr. Rüdiger Hunke von der Faber-Castellschen Vermögensverwaltung die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren vor Ort selbst an Tagen, die eher zum Badeseebesuch als zur Feuerwehrübung einladen.



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