Einsatzberichte als Öffentlichkeitsarbeit

Manche sehen es kritisch, viele befürworten es. Wohingegen Einigkeit herrscht: Es handelt sich um eine sehr sensible Thematik. Wir veröffentlichen unsere Einsätze in Form eines kurzen Berichts. Stillen wir nur die Neugier der Bevölkerung oder berichten wir mit gutem Grund?

Öffentlichkeitsarbeit:

Einfach gesagt: Unsere Öffentlichkeitsarbeit hat den Zweck die Arbeit der Feuerwehr in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, Menschen zu erreichen und über uns zu informieren.

 

Warum berichten wir über Einsätze?

Wer sich für das Thema "Feuerwehr" interessiert, kann damit sehr effektiv als künftiger freiwilliger Helfer erreicht werden. Durch laufende Mitgliederwerbung sichern wir die Einsatzbereitschaft.

Wer über unsere Einsatztätigkeit informiert wird, entwickelt Akzeptanz für die Arbeit einer Freiwilligen Feuerwehr. Gerade in einer Zeitepoche in der die innere Sicherheit eine Selbstverständlichkeit darstellt.

Unser Kerngeschäft liegt in der Einsatzabwicklung. Zwar machen die Übungen und Fortbildungen einen wesentlich größeren Zeitanteil aus, doch würde die ausschließliche Berichterstattung über Übungen weitaus weniger Menschen ansprechen.

 

Worauf achten wir?

Privatsphäre. Betroffene eines Feuerwehreinsatzes erleben oft Schicksalsschläge, Unglücke oder Situationen in denen sie auf Hilfe angewiesen sind. Personenbezogene Daten wird man in unseren Berichten daher vergeblich suchen.

Wir veröffentlichen in den meisten Fällen keine Einsatzörtlichkeiten und wenn doch, dann mit Bedacht. Dabei handelt es sich um Orte die Einzelpersonen nicht zugeordnet werden können, wie z.B. Schulen oder gemeindliche Einrichtungen. Auch privatwirtschaftliche Gewerbe- und Industriebetriebe erwähnen wir nicht namentlich in unseren Berichten.

Wir sind keine Gutachter oder Ermittler. Wir berichten über keine Unglücksursachen oder über menschliches Fehlverhalten. Wir beschränken uns auf die vorgefundene Einsatzlage und die Einsatzabwicklung.

 

NotarzttransportBildmaterial:

Veröffentlichen wir Einsatzfotos, sind diese mit Bedacht gewählt. Einzelpersonen sowie Betroffene dürfen nicht erkennbar sein. Fahrzeuge dürfen nicht zuordenbar sein, Kennzeichen und Firmenlogos werden unkenntlich gemacht. Auf Privatgrund gefertigte Fotos werden nicht ohne Einverständnis veröffentlicht. Berichtet die Presse von der Einsatzörtlichkeit, werden wir unser Bildmaterial in der Regel nicht unmittelbar nach Einsatzende veröffentlichen.

 

Einsatz geht vor Berichterstattung:

Gelegentlich wird ein Hinweis veröffentlicht, dass die Feuerwehr im Einsatz ist. Doch nur wenn einzelne Mitglieder des Social Media Teams nicht in das laufende Einsatzgeschehen eingebunden sind. Einsatzberichte werden nicht vor dem Einsatzende veröffentlicht. Und manchmal kommen wir nicht dazu, dann folgt der Bericht im Nachgang.

 

Wenn dennoch Einwände bestehen:

Erreicht man uns auf dem kurzen Weg. Formlos per E-Mail, Telefon oder auf direktem Weg vor Ort. Wird von Betroffenen nicht gewünscht, dass wir über unsere Arbeit berichten, verzichten wir selbstverständlich darauf, löschen oder ändern unseren Bericht.

 

Ihre Feuerwehr Wendelstein