Besuch der Brandübungsanlage

14. April 2018
Übung/Ausbildung
Einige Feuerwehrleute erhielten die Möglichkeit bei der Berufsfeuerwehr Nürnberg eine brandheiße Übung zu absolvieren. In der Feuerwache 4 der Berufsfeuerwehr Nürnberg wurde den Teilnehmern ordentlich eingeheizt.

Treffpunkt 08:30 Uhr Feuerwehrhof Wendelstein. Die Sonne schien. Atemschutzgeräte und Mannschaft waren startklar. Ebenfalls am Start, zwei Feuerwehrleute aus Großschwarzenlohe. Zusammen machten wir uns auf den Weg zur Feuerwache 4 in Nürnberg.

Vor Ort erwarteten uns bereits zwei Ausbilder, die uns fortan durch das Programm führten. Zunächst wurde uns die Brandübungsanlage gezeigt. Stahlcontainer, ausgestattet mit gasbefeuerten Brandstellen. Die Steuerung der Beflammung als auch die Überwachung der vorgehenden Trupps erfolgt durch einen abgetrennten Raum der Anlage.  Es folgte die erste Übung. Türöffnung im Brandfall. Wie verhält man sich und wie geht man vor? Grundlagentraining, das in keinem Fall schadet.

Der nächste Übungsteil stand an. Wir sammelten uns in einem Raum der Anlage zur „Hitzegewöhnung“ ohne Atemschutzausrüstung.  Flammen schlugen aus einem eisernen Herd um die Raumtemperatur zu erhöhen und es wurde warm, sehr warm. Wo man anfangs stehen konnte, war es nach wenigen Minuten schon nicht mehr möglich.

Da die warme Luft nach oben steigt, wurde es sekündlich unangenehmer. Hier war besonders interessant, das vielfach gelehrte am eigenen Leib zu erfahren. Knieend war es deutlich länger auszuhalten. Das Atmen war ohne weiteres möglich. Als wir aufgefordert wurden einen Handschuh auszuziehen und den Arm nach oben zu halten, wurden einem die Luftverhältnisse noch einmal verdeutlicht.

Mit einem Strahlrohr sprühte der Ausbilder Wasser auf die Brandstelle. Nun wurde aus dem „Backofenfeeling“ eine Sauna. Unangenehm, zumal die Luftmassen dabei durchgemischt wurden und die nun heiße und feuchte Luft auch den Boden erreichte.

Anschließend wurde es ernst. Zweier Trupps wurden mit Strahlrohr in die Anlage geschickt. Stellenweise, war aufgrund der Rauchentwicklung, nichts mehr zu sehen. Der Puls stieg an. Man tastete sich vor. Deutlich zu erkennen, der Feuerschein der lodernden Flammen. Die Hitze war selbst durch die Schutzkleidung deutlich zu spüren und es ging über zur ureigensten Aufgabe der Feuerwehr. Feuer löschen.

Nach jedem Durchgang folgte die Besprechung. Manöverkritik, was war gut und was geht besser? Letztlich nahmen wir spannende und lehrreiche Eindrücke mit. Wir danken den beiden Ausbildern und freuen uns über die gewinnbringende Übungsmöglichkeit.

Zur Mittagszeit endete die Übung in der Brandübungsanlage und wir machten uns auf den Rückweg. In der Feuerwehr wurden die Atemschutzgeräte hergerichtet und die Einsatzbereitschaft hergestellt.

 

Bericht: M. Rahman