Waldbrand bei Nerreth - Jugendübung

8. Mai 2018
Übung/Ausbildung Jugend
Mitteilung über einen Waldbrand. Ein Autofahrer erblickte von der A9 aus, eine Rauchschwade über einem Waldstück zwischen Sperberslohe und Wendelstein. Einsatz für die Jugendfeuerwehren Wendelstein und Raubersried. Was folgte, war eine Übung die es in sich hatte.

Zunächst hatten unsere Jugendausbilder ein Alarm-Fax vorbereitet, genauso wie es im Echt-Fall von der Leitstelle an die Feuerwehr gesendet wird. Darin enthalten: Erste Informationen, die von den Führungskräften bei Eintreffen im Feuerwehrhaus entgegengenommen wird und die Feuerwehrleute zum Einsatzort lotst.

In diesem Fall konnte der Autofahrer gegenüber der Leitstelle keine genauen Angaben zur Örtlichkeit machen. Insofern gab das Fax an dieser Stelle nur wenige Infos für unsere Nachwuchskräfte her. Sie zögerten nicht lange, entnahmen dem Faxausdruck die Telefonnummer des Mitteilers und riefen zurück. Sie konnten weitere Details erfragen und damit den Einsatzort konkreter eingrenzen. Sie machten sich sogleich auf den Weg um keine Zeit zu verlieren.

Wenige Minuten später kamen sie im betroffenen Waldstück beim Wendelsteiner Ortsteil Nerreth an. Die Jugendausbilder fungierten als Gruppenführer und Einsatzleiter. Konzentriert und souverän, folgten unsere Nachwuchskräfte den Einsatzbefehlen. Genauso wie im echten Einsatz, wird auf diese Art und Weise schnelles und effektives Handeln garantiert.

Wasser musste her, denn es brannte nach wie vor. Das Feuer drohte sich auszudehnen. Zügig wurde die Schwarzach als Wasserentnahmestelle auserkoren. Durch eine Jugendgruppe wurde eine Saugleitung gekuppelt und vorbereitet. Eine weitere Gruppe bereitete sich währenddessen vor, die Saugleitung zu Wasser zu lassen. Schnell wurde klar, sie mussten hierzu selbst in den Fluss, denn das Ufer war recht unwegsam. Auf normalem Weg konnte die Saugleitung nicht zu Wasser gelassen werden. Ausgestattet mit Watthosen, verschafften sie sich, unter Zuhilfenahme von Leitern, den Zugang zum Fluss.

Aufgrund der Trockenheit, führte die Schwarzach nur wenig Wasser. Die Saugleitung drohte aufgrund des niedrigen Wasserstandes mit Schlamm zu verstopfen. Letztlich konnte die Problematik durch beherztes Eingreifen gelöst werden. Die Schlammablagerungen rund um die Ansaugstelle wurden mit Schaufeln abgegraben.  Die Jugendlichen waren erfolgreich. Die Pumpe saugte das Wasser in großen Mengen an.

Schon kurz darauf konnte das Kommando: „Wasser Marsch!“ gegeben werden. Denn, in der Zwischenzeit hatte eine weitere Nachwuchsgruppe bereits die Schlauchleitung zum Einsatzort gelegt und stand zum Löschen bereit.

Der Waldbrand wurde erfolgreich bekämpft. Doch war der Einsatz noch immer nicht zu Ende. Es war unklar ob sich Personen im Gefahrenbereich befunden hatten. Durch Rettungstrupps wurde der betroffenen Waldbereich abgesucht. Hier nahmen die Jugendlichen eine Wärmebildkamera zur Personensuche zur Hilfe.

Tatsächlich wurde dadurch eine hilflose Person in einem schwer einsehbaren Bereich gefunden. Sie wurde durch unsere Nachwuchskräfte sogleich gerettet und betreut.

An dieser Stelle fand der Einsatz sein Ende. Ein Übungsgeschehen, das sich so auch in Echt ereignen kann und dann eine Vielzahl von Feuerwehrleuten in Atem halten würde.

Unsere Jugend baute schließlich die Einsatzmittel zurück und verließ die Einsatzörtlichkeit zufrieden und erschöpft.

Wir blicken damit auf eine gewinnbringende und spannende Übung zurück und danken unserer Jugend für ihren tatkräftigen Einsatz.

 

Bilder: A. Nüsslein

Bericht: M.Rahman