„Großeinsatz“ für Jugendwehren aus Schwanstetten, Wendelstein und Schwabach

25. April 2016
Übung/Ausbildung Jugend
„Brand in Firma Niehoff, Walter Niehoff-Straße, Schwabach“ lautete die kurze Alarmierung, die am letzten Wochenende knapp 90 Jugendfeuerwehrler samt ihrer Ausbilder, Betreuer und weiterer Einsatzkräfte aus den Gemeinden Schwanstetten und Wendelstein sowie gemeinsam mit den Feuerwehren der Stadt Schwabach als Premiere einen ganzen Vormittag „beschäftigte“. Zum Glück für alle war der Alarm nur eine Einsatzübung der Jugendfeuerwehren aller drei Kommunen, die mit Zustimmung der Fa. Niehoff auf deren Firmengelände stattfinden konnte und nach dem „Einsatz“ mit einer kräftigen Stärkung aus der Feldküche der Wendelsteiner Stützpunktwehr endete.

Gut vorbereitet von Marco Haselbacher und Bernd Pfaffinger, beide in den an der Übung beteiligten Feuerwehren aktiv und Mitarbeiter bei „Niehoff“, sowie seitens der Fa. Niehoff durch Christian Peipp von der Werksleitung als weiterem aktiven Feuerwehrmitglied, wurde für die Einsatzübung auf dem Firmenareal an der „Landkreisgrenze“ zwischen Neuses und Penzendorf angenommen, daß ein Brand in den Firmenhallen ausgebrochen ist. Als weitere Einsatzsituation war vorgegeben, nach eventuell noch vermissten Mitarbeitern zu suchen und einen durch ein umgestürztes Maschinenteil verletzten „Mitarbeiter“ zu retten und zu versorgen.

Zu den acht Löschfahrzeugen der Ortswehren Großschwarzenlohe, Raubersried, Röthenbach St.Wolfgang, Wendelstein, Schwand und Leerstetten vom Brandmeisterbezirk Schwanstetten-Wendelstein mit knapp 50 Übungsteilnehmern stießen nach der Alarmierung am Firmengelände noch vier Fahrzeuge der Feuerwehren Penzendorf, Schwabach und Wolkersdorf mit dem Feuerwehrnachwuchs der Wehren aus dem Stadtgebiet. Insgesamt nahmen knapp 90 Aktive an der Einsatzübung teil, wofür die Ehrengäste vor Ort mit den Bürgermeistern Werner Langhans (Wendelstein) und Robert Pfann (Schwanstetten) sowie Schwabachs OB Matthias Thürauf nach Ende der Übung allen Beteiligten ein großes Lob aussprachen.      

 

Löschwasserförderung, Brandbekämpfung und Personenrettung

Auf dem großen Freigelände der Firma hatten die Organisatoren der Einsatzübung drei Einsatzabschnitte eingerichtet: Der erste Einsatzschwerpunkt war die Löschwasserförderung, die teilweise über die firmeneigenen Hydrantenversorgung erfolgte. Zusätzlich wurde auch Wasser vom nahen RMD-Kanal zur Einsatzstelle über lange Schlauchleitungen gefördert, was sich jedoch angesichts des teilweise abgelassenen Wassers wegen der aktuellen Reparaturen als schwieriges Vorhaben gestaltete. Der zweite Schwerpunkt war als klassische Feuerwehraufgabe der Löscheinsatz von außen beim angenommenen „Brandherd“ am Hallenkomplex.       

Schwieriger gestaltete sich der Schwerpunkt „Technische Hilfeleistung“ mit der Rettung eines „Verletzten“ in einer der Hallen, der als angenommene Situation beim „Notfall“ von einem umfallenden Maschinenteil getroffen und teilweise darunter „begraben“ wurde. Für diese Einsatzgruppe hieß es, mit technischen Hilfsmitteln wie Holzunterbauungen und Hebekissen den „Verletzten“ unter dem Maschinenteil herauszuholen und bis zum Eintreffen der Sanitäter zu betreuen. Nebenher sollte auch zur Sicherheit die Firmenhalle nach eventuellen weiteren fehlenden Mitarbeitern abgesucht werden, um damit die komplette Personenrettung garantieren zu können.  

Wie sehr der Feuerwehrnachwuchs und alle an der Übung Beteiligten bei der Sache waren, fand auch angesichts des Dauerregens während der Übung später das Lob der Ehrengäste. Hier galt der Dank von Bürgermeister Werner Langhans, Schwabachs OB Matthias Thürauf und seitens der Schwabacher Feuerwehrführung zum einen den Planern dieser Übung und zum anderen vor allem allen Beteiligten. Die Schwabacher Feuerwehr begrüßte zudem die Idee gemeinsamer Übungen über bestehende politische Gebietsgrenzen hinweg und hoffte angesichts des guten Erfolgs bei der jetzigen Premiere auf die Fortsetzung solcher Übungen in 2017. 

Bericht: Dr. Jörg Ruthrof