Übung der Atemschutzgeräteträger

28. August 2017
Übung/Ausbildung
Menschenleben in Gefahr. Gebäudebrand. Rettung einer Person aus einem völlig verrauchten Raum unter Atemschutz. Der Brand breitet sich unerwartet aus und verhindert auch den Rettern den Rückweg. Zum Glück nur eine Übung. Die Fachgruppe der Atemschutzgeräteträger trainierte.

Infolge eines Brandes kam es zu einer starken Rauchentwicklung. In einem verrauchten Gebäudeteil wurde eine Person vermisst.

Was sich in dem betroffenen Gebäudeteil verbarg, war schlichtweg nicht gewiss, da er bereits bei Eintreffen völlig verraucht war. Dagegen bekannt, eine Person wurde genau dort vermisst. Ein Rennen gegen die Zeit. Die Sichtverhältnisse gleich Null. Ein Szenario das Schlimmstes vermuten ließ.

Ein Einsatztrupp machte sich umgehend zur Personensuche und -rettung auf den Weg in das Gebäude. Bei dieser Vorgehensweise gibt es verschiedenste Dinge zu beachten. So kann ein unbedarftes Öffnen der Eingangstüre, mit der einhergehenden Sauerstoffzufuhr, extrem brandfördernd wirken und eine sogenannte Rauchgasdurchzündung zur Folge haben. Gewisse Indikatoren lassen eine solche Brandphase erkennen.

Beim Betreten des Raumes wird es dunkel. Rauchgase vernebeln die Sicht. Um sich nicht zu verlaufen, können Feuerwehrleine, wie auch der Wasserschlauch den Rückzugsweg weisen.

Im verrauchten Bereich gilt es sich knieend und überaus vorsichtig fortzubewegen. So sind Stolperfallen sowie Reparaturgruben auch mit einer Wärmebildkamera nicht ersichtlich. Ein Unfall könnte fatale Folgen haben.

Dank effektiv und koordiniert gestalteter Suche, konnte die bewusstlose Person zügig gefunden werden. Eine sogenannte „Fluchthaube“ mit Luftfilter kam zum Einsatz und wurde der Person am Kopf angelegt.

Nun galt es schnellstmöglich den Rückzug anzutreten, doch nahm das Szenario eine unerwartete Wendung. Der Brand weitete sich aus. Der Rückzugsweg war abgeschnitten. Nun waren auch die Retter in Lebensgefahr.

Einsatz für den bereitstehenden Sicherungstrupp, der umgehend in das Gebäude vordrang. Durch einen gezielten Löschangriff konnte der Rückzugsweg der eingeschlossenen Feuerwehrleute gesichert werden. Die zu rettende Person wurde erfolgreich aus dem Gefahrenbereich gebracht.

In die Übung eingebunden war zudem ein weiterer Einsatztrupp. Über einen anderen Zugangsweg sollte eine Belüftung des verrauchten Raumes erfolgen. Ein mobiler Ventilator kam zum Einsatz. Der Rauch wurde gezielt aus dem Gebäude befördert. Unbetroffene Räume mittels Rauchschutzvorhang gesichert. Schnell im Türstock installiert, verhindert ein solcher Vorhang die Rauchausbreitung.

Das Übungszenario wurde von allen Beteiligten erfolgreich bewältigt. Letztlich wurde die Vorgehensweise reflektiert und besprochen, ehe es ans Aufräumen ging. Ein Übungsabend der es in sich hatte. Fortbildung und Übung im Dienste Ihrer Sicherheit.

Ihre Feuerwehr Wendelstein.

 

Bericht: M. Rahman