Pressebericht zur Brandmeisterbereichsübung

22. September 2017
Übung/Ausbildung Öffentlichkeitsarbeit
Wendelstein - Gerade als eine Schulklasse im neuen Seniorenheim der Diakonie zu Besuch ist, bricht dort ein Feuer aus und durch eine defekte Lüftungsanlage breiten sich Rauchgase im ganzen Gebäude aus - diese angenommene Katastrophensituation bildete heuer die Ausgangslage für eine großangelegte Einsatzübung der Feuerwehren im Brandmeisterbezirk Schwanstetten-Wendelstein am zukünftigen Seniorenheim der Diakonie an der Wolfgang-Dinkler-Straße. Unter Beteiligung weiterer Rettungsdienste nahmen an der Einsatzübung elf Feuerwehren mit insgesamt 30 Einsatzfahrzeugen und 250 Helfern teil.

In Zusammenarbeit mit der WIBS als Gebäudebesitzer von der Wendelsteiner Stützpunktwehr mit Kommandant und Kreisbrandmeister Christian Mederer vorbereitet, wurde für die Einsatzübung am neuen Seniorenzentrum angenommen, daß ein Brand in der Wohnanlage ausgebrochen war und sich Rauch über eine defekte Lüftungsanlage ausgebreitet hatte. Prekär wurde diese Brandsituation dadurch, weil sich zum gleichen Zeitpunkt neben den Heimbewohnern und dem Personal auch eine Schulklasse in der Seniorenwohnanlage aufhielt. Um diese Ausgangslage realistisch zu gestalten, nahmen auch 25 freiwillige Statisten als „Brandopfer“ an der Übung teil.

Nach der Alarmierung erreichten neben den Feuerwehren aus der Gemeinde Wendelstein auch die Feuerwehren aus Schwand und Leerstetten sowie aus Kornburg mit ihren Lösch- und Spezialfahrzeugen den „Unglücksort“ und wurden vor Ort auf mehrere Einsatzschwerpunkte eingeteilt. Eine den Aufgaben war dabei angesichts der 25 angenommenen Vermissten im Gebäude die Personensuche und nach deren Rettung aus der Wohnanlage die anschließende Betreuung. Weitere Aufgaben waren die Löscharbeiten in den angenommenen gefährdeten Bereichen im Brandobjekt, die Ausleuchtung des Einsatzorts und die Löschwasserförderung.

 

Löschwasserförderung funktionierte

Während den größeren Wehren die Personenrettung, die Ausleuchtung des Einsatzortes sowie der Löschangriff direkt oblag, sicherten die kleineren Feuerwehren die Löschwasserförderung über Förderstrecken. Damit bildeten die Ortswehren das Rückgrat der Löschwasserversorgung für die Einsatzübung. Die Koordination zwischen den Einsatzführern der Einsatzabschnitte und der Förderstrecken und die Auswertung des Einsatzes übernahm eine Arbeitsgruppe der Wendelsteiner Feuerwehr, für die Betreuung der Verletzten sorgten neben dem BRK und der Johanniter-Unfallhilfe ein Kriseninterventionsteam und ausgebildete Notfallseelsorger.

Nach gut 90 Minuten konnte für den angenommenen Brand „Feuer aus“ gemeldet werden. Sowohl Kommandant und Kreisbrandmeister Christian Mederer wie auch die weiteren Ehrengäste von der Feuerwehrführung des Landkreises wie aus beiden Gemeinden mit Schwanstettens Bürgermeister Robert Pfann, Wendelsteins 3. Bürgermeister Willibald Milde und Altbürgermeister und Ehrenbürger Wolfgang Kelsch an der Spitze sowie Pfarrer Norbert Heinritz als Repräsentant der Diakonie als zukünftigem Heimbetreiber zeigten sich danach von der guten Zusammenarbeit der Wehren über die Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg beeindruckt.

Kreisbrandinspektor Egbert Petz betonte nach der Übung, daß die Einsatzübung objektbezogen wichtige Erkenntnisse gebracht habe, um im Notfall die Zusammenarbeit der Feuerwehren mehrerer Orte zu garantieren. Im Namen von Kreisbrandrat Werner Löchl dankte er allen Teilnehmern an der Übung, insgesamt 220 Feuerwehrfrauen und -männer und Jugendlichen sowie 30 Helfern der Rettungsdienste, für deren Bereitschaft, sich im Rahmen dieser Einsatzübung für die Allgemeinheit einzusetzen. Diesem Lob schlossen sich gern auch die weiteren Ehrengäste an, bevor es im Feuerwehrhaus Wendelstein abschließend für alle Teilnehmer eine Brotzeit gab.      (jör)

 

 

Foto (FFW): In mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt, hatten die größeren Ortsfeuerwehren aus den Gemeinden Wendelstein und Schwanstetten mit Verstärkung durch die Kornburger Feuerwehr die Aufgabe, in ihren Abschnitten die Vermisstensuche im Gebäude und den Löschangriff am neuen Seniorenzentrum in Wendelstein durchzuführen.