Person unter Zug - ICE Strecke Nürnberg - München

Eine Person wurde durch einen ICE tragischer Weise erfasst und tödlich verletzt. Der ICE stand nach der Notbremsung auf freier Strecke. Die Bahnstrecke wurde durch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn umgehend in beide Richtungen gesperrt. Ein Großeinsatz lief an. Einsatzfahrzeuge fuhren die Einsatzstelle über Landstraßen und Flurwege, wie auch über die parallel verlaufende A9 an. Hier erfolgte durch Verkehrssicherungsanhänger eine Teilsperre der Autobahn in Fahrtrichtung München, um die Einsatzkräfte abzusichern und die erforderlichen Arbeiten zu ermöglichen. Durch weitere Einsatzkräfte der Feuerwehren wurden zwischenzeitlich direkte Zugangswege zum Gleisbereich geschaffen. Die Arbeiten an der Einsatzstelle erfolgten in enger Abstimmung mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn und der Bundespolizei.

Der betroffene Teilabschnitt der Bahntrasse wurde durch die Feuerwehren mit Scheinwerfern großflächig ausgeleuchtet. Durch die Bundespolizei wurden die erforderlichen Ermittlungen eingeleitet. Die Witterungsbedingungen erschwerten den Einsatz erheblich. Schnee und Glatteis stelllten in dem unwegsamen Gelände eine rutschige Gefahr für die Einsatzkräfte dar.

Durch die Deutsche Bahn wurde ein Ersatz-ICE organisiert, der auf das freie Gleis neben den betroffenen Zug rangierte. Eine Evakuierung der Fahrgäste über das unwegsame Gelände auf Busse, konnte so vermieden werden. In der Folge ergab sich für die Einsatzleitung die Möglichkeit, die Zahl der Einsatzkräfte zu reduzieren. Über Notstege stiegen die Fahrgäste des beschädigten ICE direkt in den bereitstehenden Ersatzzug. Hier unterstützten Polizei und Feuerwehr den reibungslosen Ablauf, ehe die Fahrt mit mehrstündiger Verspätung weiter gehen konnte. Aufgrund der besonders langen Einsatzdauer und den kräftezehrenden Witterungsverhältnissen, wurde eine Schnelleinsatzgruppe des Bayerischen Roten Kreuzes alarmiert, das eine Verpflegungsstation für die Einsatzkräfte aufbaute und betrieb. Der Einsatz konnte nach gut fünf Stunden beendet werden.


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung Funkmeldeempfänger
Einsatzstart 10. Dezember 2017 16:27
Einsatzdauer ca. 5 Stunden
Fahrzeuge MZF
LF 16/12
RW 2
SW 2000
VLKW
LF 8
Lima
VSA
VSA
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Wendelstein
Feuerwehr Röthenbach b.St.W.
Feuerwehr Allersberg
KBI: Egbert Petz
KBM: Christian Mederer
Rettungsdienst
Polizei
Notfallmanager Deutsche Bahn