Bürgerinformationen


Es freut uns sehr, dass sie etwas weiter hinter die Kulissen blicken möchten. Wir erklären hier fachliche Hintergründe möglichst kurzweilig und haben hilfreiche Tipps für Sie. Auch finden sie hier lesenswerte Einsatzberichte, die ihnen die Arbeit ihrer Feuerwehr näher bringen. Wir wünschen ihnen viel Spaß beim durchstöbern unserer Infos und FAQ´s.


 

Allgemeine Informationen

Was tun, wenn´s im Haus brennt?

Sicherlich denken Sie daran, die Notrufnummer zu wählen und damit die Feuerwehr zu verständigen. Genauso kann sich aber auch die richtige Verhaltensweise auszahlen. Damit können Sie dazu beitragen, Leben und Sachwerte zu retten, ganz ohne Fachwissen. Lange bevor die Feuerwehr den ersten Schlauch ausgerollt hat. Durch Ihr Handeln können wir wertvolle Minuten gewinnen, einen Brand zu bekämpfen, Menschen zu retten.

 

Wie kann richtiges Handeln aussehen?

 

Hier hilft der Löschversuch nicht mehr.Notruf / Löschversuch:

Brennt es in der Wohnung oder im Haus, verständigen Sie schnellstmöglich die Feuerwehr. Geben Sie möglichst verständlich und konzentriert einen Notruf ab. Warten Sie Rückfragen ab und legen Sie nicht unaufgefordert auf. Unternehmen Sie einen Löschversuch, sofern es Ihnen möglich erscheint, den Brand selbst unter Kontrolle zu bekommen. Atmen Sie keinesfalls Brandrauch ein.

Haus verlassen:

Klappt das nicht, schließen Sie soweit möglich alle Fenster und Türen und verlassen unverzüglich das Haus. Durch geschlossene Türen und Fenster kann sich das Feuer nicht so schnell ausbreiten. Vor allem gelangt damit weniger Luft in die Wohnung und weniger Brandrauch nach draußen. Einfach formuliert, können Sie sich merken: Wenig Luft – Wenig Feuer. Damit bremsen Sie die Brandausbreitung.

Nachbarn warnen:

Verständigen Sie nicht nur Ihre Mitbewohner, sondern auch Ihre Nachbarn. Das gilt auch für Reihenhausbesitzer. Im besten Fall können alle Personen den Gefahrenbereich verlassen, noch bevor die Feuerwehr da ist. Damit retten Sie Leben.

Sammelstelle:

Warten Sie zusammen auf das Eintreffen der Feuerwehr. Bleiben Sie weiterhin zusammen, damit die Einsatzkräfte schnell feststellen können, wer das betroffene Haus und gegebenenfalls die unmittelbaren Nachbaranwesen schon verlassen hat. Damit gewinnen wir Zeit.

Einsatzstelle erreichtEinsatzkräfte lotsen:

Wohnen Sie in einer Seitenstraße oder etwas abseits, bestimmen Sie bestenfalls Personen, welche die Einsatzkräfte schnell zum betroffenen Anwesen lotsen. Auch damit gewinnen wir Zeit.

Menschen in Gefahr:

Können Sie nicht mehr rechtzeitig das Haus verlassen, suchen Sie einen Balkon oder ein Fenster auf. Machen Sie lautstark Nachbarn und später die Rettungskräfte auf sich aufmerksam und hören Sie damit nicht auf, bis Sie sich sicher sind, dass Sie gesehen wurden und Ihnen geholfen wird.

Bekommen Sie mit, dass jemand um Hilfe ruft, teilen Sie beim Notruf mit welcher ihrer Nachbarn betroffen ist oder wie die betroffene Person heißt. Fragen sie durch Zurufen ob weitere Personen in der Wohnung oder im Haus sind. Geben Sie neue Informationen gegebenenfalls durch einen weiteren Notruf ab und dann unverzüglich an die ersteintreffenden Rettungskräfte. Damit haben Sie in kurzer Zeit Informationen gewonnen und weitergegeben, die für uns sehr wichtig sind.

Teilen Sie dem Hilferufenden mit, dass Rettungskräfte unterwegs sind. Damit können Sie der betroffenen Person Mut zusprechen und Sicherheit vermitteln.

Wichtig ist, dass Sie sich selber nicht dem Brandrauch aussetzen, womöglich bei einem Rettungsversuch. Damit begeben Sie sich in Lebensgefahr. Geschieht Ihnen etwas, ist damit auch dem Hilferufenden nicht geholfen.

 

BrandrauchHaben Sie gewusst, dass...

… Brandrauch gefährlich ist? Sicherlich. Aber auch, dass schon wenige Luftzüge ausreichen eine tödliche Vergiftung zu verursachen? Das Gefährlichste bei einem Brand ist nicht das Feuer. Es ist der Rauch. Die Vergiftung durch Inhalation von Brandrauch ist die häufigste Todesursache bei Brandfällen in Häusern und Wohnungen.

… Brandrauch auch verzögert toxisch wirken kann? Haben Sie gewisse Mengen Brandrauch inhaliert, kann ihr Körper auch später noch Vergiftungserscheinungen zeigen, bis hin zur Bewusstlosigkeit als auch dem Tod.

… Brandrauch heute um ein vielfaches gefährlicher ist als früher? Brennende Kunststoffe, Farben und Lacke geben besonders giftige Schadstoffe ab. Früher war Mobiliar größtenteils aus reinem Holz. Auf dem Wohnzimmertisch lag eine Zeitung und noch kein Tablet. Schauen Sie sich doch in ihrer Wohnung mal um. Die meisten Gegenstände haben einen Lack-, Farb- oder Kunststoffanteil.

… Sie sich geduckt oder krabbelnd fortbewegen sollen, um den verrauchten Gefahrenbereich zu verlassen? Der Brandrauch und damit die giftigen Gase steigen zunächst nach oben und sammeln sich an der Decke, bis sich der Raum von oben nach unten vollständig füllt. Am Boden ist es kühler und die Luft enthält einen höheren Sauerstoffanteil. Im Ernstfall kann das überlebenswichtig sein.

Notruf – wer geht ran?

In der Gemeinde Wendelstein erreicht der Anrufer die ILS Mittelfranken-Süd (Integrierte Leitstelle). Sie befindet sich in Schwabach.

Dort stehen zu jeder Tages- und Nachtzeit hauptamtliche Einsatzdisponenten zur Verfügung, die Ihren Anruf entgegen nehmen. Die Integrierte Leitstelle ist zuständig für die Alarmierung und Koordination der Feuerwehren, der Rettungsdienste und weiterer Hilfsorganisationen. Weitere Informationen zur ILS erhalten Sie hier. Wissenswertes Rund um den Notruf und wie Sie diesen bestmöglich absetzen, können Sie hier erfahren.

 

ILS Mittelfranken-SüdNotruf – was passiert in der Leitstelle ?

Angenommen Sie wählen die "112" und teilen einen Notfall mit. Nun kümmert sich der Disponent um die Alarmierung der erforderlichen Einsatzkräfte. Der Disponent muss zunächst den Einsatzort und die Einsatzart in Erfahrung bringen. Anschließend werden die nächstgelegenen und für das Einsatzszenario erforderlichen Einsatzfahrzeuge alarmiert.

Einsatzszenarien werden mit Stichworten bezeichnet. (u.a.: "Verkehrsunfall - Person eingeklemmt", "Brand - Pkw" oder "Person in Wohnung". Sie werden diese Bezeichnungen übrigens auch in unseren Einsatzberichten wiederfinden. Dem Szenario entsprechend stellt die Computersoftware dem Disponenten die benötigten Fahrzeuge zusammen. Das spart Zeit. Der Disponent überprüft anschließend und steuert gegebenfalls nach, bevor er die Alarmierung auslöst.

Im Anschluss bleibt der Disponent weiterhin gefordert. Nachforderungen, Abklärungen, Einsatzdokumentation, die Leitstelle bleibt bis zum Einsatzende auf dem Laufenden. Die Leitstelle steht zudem im Kontakt zur Einsatzzentrale der Polizei, wie auch umgekehrt. Relevante Einsatzinformationen werden untereinander ausgetauscht.

 

Alarmierung – was passiert im Hintergrund?

Die zuständige Feuerwehr wird alarmiert. Der Anzahl der hierbei disponierten Fahrzeuge ist es übrigens geschuldet, ob die Feuerwehrdienstleistenden in Wendelstein, zusätzlich zu den Funkmeldeempfängern, per Sirene alarmiert werden. Hierdurch werden zumeist noch mehr Feuerwehrleute erreicht.

Ab Alarmierung finden sich die Feuerwehrdienstleistenden unverzüglich im Gerätehaus ein. Wir fahren von Zuhause, von unserem Arbeitsplatz oder wo wir uns eben bei Alarmauslösung befinden, unverzüglich zum Feuerwehrgerätehaus in den Richtweg 58, Wendelstein. Dort besetzen wir die disponierten Einsatzfahrzeuge und rücken zum Einsatzort aus. Die ersten Einsatzfahrzeuge verlassen den Feuerwehrhof bereits nach wenigen Minuten.

 

Zeitspanne – wann kommt die Feuerwehr an?

Die zulässige Zeitspanne zwischen Alarmierung und Eintreffen des ersten Fahrzeuges mit Gruppenbesatzung ist gesetzlich geregelt. Die Zeitspanne beträgt in Bayern zehn Minuten. Hier kommen die Feuerwehren der Ortsteile ins Spiel. Verkehrsbedingte Verzögerungen, die gerade im Berufsverkehr nicht auszuschließen sind, können damit kompensiert werden. Befindet sich der Einsatzort beispielsweise in Neuses, sorgt die Feuerwehr Neuses mit ihrer kurzen Anfahrtszeit für schnelle Hilfe. Sofern die Einsatzmittel der Ortsteilwehren ausreichen, werden die Einsätze in eigener Zuständigkeit abgearbeitet.



Feuerwehrfahrzeuge auf der Anfahrt – warum mit Martinshorn?

Damit wir schneller helfen können und die vorgeschriebene Frist eingehalten wird. Schnelle Hilfe kann Leben und Sachwerte retten. Die Pflicht Blaulicht und Martinshorn bei Alarmfahrten zu verwenden, stammt aus der Straßenverkehrsordnung und besteht auch bei Nacht. Dann ist in Wendelstein starker Verkehr zwar nicht das Problem, dennoch müssen auch einzelne Verkehrsteilnehmer gewarnt werden. Auch ein einzelner Radfahrer oder Fußgänger kann die Straße kreuzen und ein Einsatzfahrzeug übersehen. Ein Unfall hätte fatale Folgen, sowie ernste rechtliche Konsequenzen für den Fahrer des Einsatzfahrzeuges.

Daher bitten wir Sie um Verständnis, wenn auch zu ungünstigen Tageszeiten Martinshorn bei Einsatzfahrten verwendet wird.

 

Eintreffen – wie kann ich hierbei helfen?

Machen Sie auf sich aufmerksam und bewahren sie Ruhe. Teilen Sie den ersten Einsatzkräften mit, was Sie bisher festgestellt haben und halten Sie sich für Rückfragen bereit. Bei abgelegenen Einsatzstellen ist es empfehlenswert, die Einsatzkräfte mit Ersthelfern zum Ziel zu lotsen, sofern der Einsatzort von der Straße aus nicht einsehbar ist.

Liegt der Einsatzort bei Ihnen Zuhause, können Sie ebenso mithelfen. Hausbesitzer sollten grundsätzlich darauf achten, dass die Hausnummer von der Straße aus gut sichtbar ist. Optimal sind beleuchtete Hausnummern. Öffnen sie nach dem Anruf vorab Haus- und Gartentüren. Schicken Sie bestenfalls ein Familienmitglied oder einen Mitbewohner zur Straße um die Einsatzkräfte ohne Zeitverlust ins Haus zu bringen.

Feuerwehr, Rettungsdienst und die Polizei sind hierfür immer dankbar.

In der Marktgemeinde Wendelstein kümmert sich die Freiwillige Feuerwehr Wendelstein um Ihre Sicherheit. Wie aber schaut es in den umliegenden Gemeinden aus? Werfen Sie mit uns einen Blick über die Gemeindegrenze hinaus und erfahren Sie, welche Arten der Feuerwehr in Bayern für die Sicherheit von Bürgern und Firmen sorgen.


Freiwillige Feuerwehren

Freiwillige Helfer kümmern sich hier um die Feuerwehrarbeit. Sie werden im Einsatzfall alarmiert und eilen dann zu den Gerätehäusern in denen Fahrzeuge und Ausrüstung bereitstehen. Der Feuerwehrdienst findet in der Freizeit statt. Zudem können ehrenamtliche Helfer bei einer Alarmierung ihre Arbeitsplätze verlassen.

Die Einsatzzahlen variieren stark. So bleiben die Einsätze bei kleinen Freiwilligen Feuerwehren im einstelligen Bereich. Dagegen rückt beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr Schwabach bis zu 300 mal im Jahr zu Einsätzen aus. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wendelstein haben sich die Einsatzzahlen in den letzten Jahren bei 100 bis 120 pro Jahr eingependelt.

Die Zahlen sprechen für sich. Etwa 320.000 ehrenamtliche Feuerwehrleute stellen in rund 7700 Freiwilligen Feuerwehren in Bayern, den Brandschutz sowie den technischen Hilfsdienst sicher.

Übrigens, auch in Nürnberg funktioniert Feuerwehr, trotz vorhandener Berufsfeuerwehr, nicht ohne die ehrenamtlichen Helfer. So rückt beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr Worzeldorf im Schnitt über 40 Mal im Jahr zu Einsätzen aus. In Nürnberg werden insgesamt 18 Freiwillige Feuerwehren unterhalten.



Freiwillige Feuerwehren - mit hauptamtlichen Kräften

Finden sich in größeren Gemeinden mit hoher Einsatzbelastung. So ist etwa die Freiwillige Feuerwehr Erlangen organisiert. In der Stadt Erlangen, mit etwa 108.000 Einwohnern, ereignen sich im Jahr rund 1500 Einsätze, hinzu kommen um die 200 Sicherheitswachen. Eine Einsatzbelastung die alleine durch Ehrenamtliche nicht zu stemmen wäre. Daher besitzt die Feuerwehr eine ständig besetzte Wache mit hauptamtlichen Kräften. Kleinere Einsätze können damit ohne ehrenamtliche Helfer abgearbeitet werden.

Dennoch bleibt die Einsatzbelastung für die Ehrenamtlichen hoch und fordernd, da die Hauptamtlichen hier nur einen kleinen Teil der Feuerwehrdienstleistenden ausmachen.


Pflichtfeuerwehren

Eine eher unbekannte und seltene Art der Feuerwehr. Finden sich in einer Gemeinde zu wenig ehrenamtliche Helfer, werden Bürgerinnen und Bürger per Verpflichtungsbescheid zum Feuerwehrdienst aufgefordert. So sieht es das Bayerische Feuerwehrgesetz vor. Das Ganze ist dann logischer Weise nicht mehr freiwillig, daher der Name.

Der Pflichtfeuerwehrdienst würde auch Ausbildungen und regelmäßige Übungen beinhalten. Derzeit ist in Bayern jedoch keine Gemeinde in der unglücklichen Lage, diesen Weg gehen zu müssen. Die Gefahr ist dennoch für einige Gemeinden, insbesondere tagsüber, gegeben. Hintergründe sind u.a, dass vermehrt Berufstätige außerhalb ihres Wohnortes arbeiten wie auch, dass weniger Arbeitgeber ihre Angestellten für Feuerwehreinsätze freistellen können oder möchten.



Berufsfeuerwehren

Feuerwehren die vollständig aus Berufsfeuerwehrleuten bestehen, rund um die Uhr besetzt sind und von Gemeinden gestellt sowie unterhalten werden. Viele denken bei „Feuerwehr“ an eine Berufsfeuerwehr. In Bayern gibt es allerdings nur sieben Städte die über eine eigene Berufsfeuerwehr verfügen!

Die kleinste findet sich in Fürth. Die größte Berufsfeuerwehr ist in München zu finden und verfügt über zehn Feuerwachen.

Daneben unterhalten die Städte Nürnberg, Regensburg, Würzburg, Ingolstadt und Augsburg eigene Berufsfeuerwehren. Die Einsatzbelastung wäre in Städten ab einer gewissen Größe für ehrenamtliche Helfer allein, nicht mehr mit dem eigenen Privat- und Berufsleben zu vereinen.

Zu erwähnen bleibt, dass die Anfahrtswege länger sein können, als bei Freiwilligen Feuerwehren. Der Zeitunterschied zwischen Alarmierung und Eintreffen ist daher, im Vergleich mit Freiwilligen Feuerwehren nicht so groß, wie man vielleicht vermutet. Die maximale Hilfsfrist von zehn Minuten gilt für Berufs- und Freiwillige Feuerwehren gleichermaßen.



Werkfeuerwehren

Firmen und Betriebe die ein hohes Gefahrenpotential besitzen, können verpflichtet sein, eine eigene Feuerwehr zu unterhalten. Einfach formuliert, eine interne Berufsfeuerwehr. In Nürnberg finden sich Werkfeuerwehren beispielsweise bei den Firmen Siemens und MAN. So bietet das große Trafowerk der Firma Siemens das entsprechende Gefahrenpotenzial. Bei der Firma MAN wird z.B. eine eigene Gießerei unterhalten, von der ebenfalls ein erhöhtes Gefahrenpotenzial ausgeht.

Werkfeuerwehren sind grundsätzlich nur für das jeweilige Firmengelände zuständig, können jedoch auf Anforderung auch im öffentlichen Raum tätig werden. Werkfeuerwehren sind zudem speziell für Unglücksfälle im eigenen Betrieb gerüstet und verfügen daher oftmals über besondere Ausrüstungen und Fahrzeuge.



Betriebsfeuerwehren

Die Betriebsfeuerwehr stellt das Pendant zur Werkfeuerwehr dar. Der kleine aber bedeutende Unterschied ist, dass hier Firmen freiwillig eine eigene Feuerwehr unterhalten. Insofern sind deren Fahrzeuge und Ausstattungen nicht an gängige Normen oder Anforderungen gebunden. Fuhrpark sowie Ausrüstung werden daher oft in den verschiedensten Ausführungen unterhalten. So gibt es Betriebsfeuerwehren die lediglich über einen Feuerwehranhänger verfügen, wie auch Betriebsfeuerwehren die rund um die Uhr besetzt sind und deren Ausstattung, die einer Werkfeuerwehr übertrifft.

Neben versicherungstechnischen Gründen, sollen kostspielige Produktionsausfälle durch besonders schnelles und ortskundiges Eingreifen geringgehalten werden. Betriebsfeuerwehren sind in vielen Fällen wie Freiwillige Feuerwehren organisiert. So gehen die Feuerwehrdienstleistenden im Betrieb ihrer normalen Tätigkeit nach und verlassen dann bei einer Alarmierung ihren Arbeitsplatz.


UnfallschadenTagtäglich passieren Verkehrsunfälle. In Deutschland im Jahr über 4 Millionen. Zum Glück ist es meistens nur der kleine "Rempler“. In der Bayerischen Verkehrsunfallstatistik 2016 wurden insgesamt knapp 400.000 Verkehrsunfälle registriert. Sie waren bisher Unfallfrei und haben sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt? Wir haben 6 Tipps für Sie, was nach einem Verkehrsunfall zu tun ist.

1. Unfallstelle absichern. Zunächst geht die größte Gefahr von Folgeunfällen aus, insbesondere auf Landstraßen, auf unübersichtlichen Wegstrecken und gerade auf Autobahnen. Behalten Sie den fließenden Verkehr die ganze Zeit über im Auge und verlassen Sie sich nie darauf, von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden!

2. Klären Sie ab, ob jemand verletzt wurde. Auch bei Auffahrunfällen mit geringeren Geschwindigkeiten, können Verletzungen entstehen. Falls ja, verständigen Sie den Rettungsdienst unter 112. Polizei oder ggf. Feuerwehr werden dann über die Leitstelle automatisch verständigt.

Auslaufende Betriebsstoffe3. Tritt Benzin oder Öl aus, ist die Fahrbahn großflächig verunreinigt? Verständigen Sie die Feuerwehr unter 112.

4. Unfallstelle Räumen und beiseite fahren? Liegt keine schwerwiegende Verkehrsordnungswidrigkeit vor, wie Vorfahrtsmissachtung, Stoppschild übersehen, Rotlichtmissachtung? Dann räumen Sie die Fahrbahn und klären Sie alles weitere in einem sicheren Bereich. Bestehen dennoch Unklarheiten, ist es sinnvoll, den Unfallhergang der Polizei unter 110 mitzuteilen. Hier erhalten Sie Infos, ob sie die Unfallstelle bedenkenlos räumen können oder das Eintreffen der Polizei abwarten sollten. Verständigen Sie ggf. einen Abschleppdienst.

5. Tauschen Sie untereinander ihre Daten aus und notieren sie sich Daten zum Verkehrsunfall. Legen Sie sich hierzu Stift und Zettel bei Ihren Fahrzeugunterlagen im Auto bereit.

Stift und Papier im Handschuhfach?Tauschen Sie folgende Daten aus:

Name, Anschrift, Kennzeichen und wenn möglich Telefonnummer und Versicherungsträger.

Lassen Sie sich von ihrem Gegenüber ein Ausweisdokument zeigen.

Übrigens: Anhand des KFZ-Kennzeichens kann die Versicherung ganz einfach ermittelt werden, sollte diese nicht bekannt sein. Zentralruf der Autoversicher: 0800 250 260 0

Notieren Sie sich auch Unfallzeit und Unfallort. Nehmen Sie ggf. Ihr Smartphone zur Hand und fertigen Sie ein paar Fotos von der Unfallörtlichkeit und den beteiligten Fahrzeugen.

6. Verständigen Sie zeitnah, jedoch nicht zwingend an der Unfallstelle, ihre KFZ-Versicherung.

Hier erhalten Sie weitere Informationen:

Infos Ihrer Autoversicherer

Infos Ihrer Polizei

Ihre Feuerwehr Wendelstein wünscht Ihnen eine sichere Fahrt und hofft, dass Sie unsere Tipps nicht brauchen werden.



 

Warum Rettungskarte?

Durch anhaltende technologische Fortschritte, ist das Retten aus einem Fahrzeug keine leichte Aufgabe mehr. Karosserie-verstärkungen, Airbags, elektrische Steuergeräte, pyrotechnische Gurtstraffer und weitere Teile sorgen für mehr Sicherheit, können aber bei der Befreiung aus dem Fahrzeug zeitraubend sein, da das Arbeiten mit ihnen besonderer Vorsicht bedarf.

 

Was ist eine Rettungskarte?

Um bei der Erkennung und Auffindung solcher Teile keine wertvollen Minuten verstreichen zu lassen, gibt es seit ca. 2009 einheitliche Rettungskarten, auch Rettungsdatenblatt Rettungsleitfäden genannt. Auf diesen Karten wird schematisch die Karosserie des Fahrzeuges dargestellt und alle wichtigen, für Rettungskräfte interessanten Bauteile eingezeichnet. Die Rettungskräfte können sich also auf einen Blick einen Überblick über das Fahrzeug verschaffen und so verschiedene Strategien und Ansatzpunkte zur schnellen, schonenden und ungefährlichen Rettung finden.

 

Woher und wohin damit?

Rettungsleitfäden werden auf den Websiten der verschiedenen Hersteller direkt zum Download angeboten. Ein farbiger Ausdruck ist nötig, da unterschiedliche Bauteile farbig markiert sind. Als Unterbringungsort wird, auch international, die Sonnenblende auf der Fahrerseite empfohlen. Dieser Ort ist schnell und ohne größere Arbeiten zugänglich, außerdem ist die Wahrscheinlichkeit der Unversehrtheit hier am größten. Aufkleber, die auf das Vorhandensein der Rettungskarte anzeigen, können z.B. beim TÜV oder ADAC bezogen werden und erleichtern den Rettungskräften das Auffinden.

 

Was gibt es sonst noch?

Seit 2014 gibt es die Möglichkeit eine QR-Plakette am Fahrzeug anzubringen, die beim Scannen auf die eigene Rettungskarte in einem Onlineportal führt. Der Vorteil dieser Methode, ist die Zuordnung der richtigen Rettungskarte, auch wenn das Fahrzeug stark verformt und der Typ eventuell nicht mehr zu erkennen ist. Da jedoch nicht alle Rettungskräfte über die technischen Möglichkeiten verfügen, ist diese Variante allerhöchstens als Zusatz zur Rettungskarte auf dem Papier anzusehen.

 

Wussten Sie schon?

Nicht nur Fahrzeughersteller bieten Rettungskarten an. Auch die Bahn und Flugzeughersteller verfügen für Ihre Züge bzw. Flugzeuge über Rettungskarten. Sogar die Bundeswehr hat für ihre bemannten und unbemannten Luftfahrzeuge Rettungskarten veröffentlicht.

 

Weiterführende Links

Unter finden Sie eine Infoseite des ADAC und eine Zusammenfassung der Links zu den verschiedenen Herstellern.



 

Besondere Einsatzberichte

Einsatzanlass

Der Fund einer Fliegerbombe führte am 6. Mai zu einem stundenlangen Großeinsatz von vielen Einsatzkräften. Bei Bauarbeiten an der A 73 stieß man am Vormittag auf eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Wie der Presse zu entnehmen war, handelte es sich um eine amerikanische Fliegerbombe mit mehr als 100 Kilo Sprengstoff und einem Zünder, der nicht entschärft werden konnte. Nachdem der Sprengkörper durch den Kampfmittelräumdienst in Augenschein genommen worden war, wurde die ILS Mittelfranken-Süd verständigt.  

 

Fortlaufende Alarmierung von Einsatzkräften

Bei der Alarmierung der Einsatzkräfte um 11:41 Uhr erfolgte die Alarmierung mit dem Stichwort „Bombenfund“. Es galt vor Ort festzustellen, von welcher möglichen Schadwirkung und Größe bei dem Blindgänger auszugehen war. Die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr Wendelstein rückten umgehend zur Einsatzstelle aus.

Zug um Zug wurden weitere Kräfte alarmiert und das Einsatzgeschehen nahm seinen Lauf. So wurden frühzeitig auch die Feuerwehren Altenfelden und Brunnau alarmiert. Sie hätten im Falle ihres Einsatzes mit mobilen Lautsprechern eine Bevölkerungswarnung ermöglicht.

Aufgrund der vor Ort festgestellten Einsatzlage konnten sie jedoch zwischenzeitlich wieder aus dem Einsatz entlassen werden. Die Bevölkerung wurde durch die Presse und den Rundfunk, aber auch durch die Warn-Apps Katwarn und NINA über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Evakuierungen wurden nicht erforderlich.

Auch das THW und mehrere Rettungsdienste wurden alarmiert und in das Einsatzgeschehen eingebunden.

 

Dreh- und Angelpunkt im Feuerwehrhaus Wendelstein

Als Kräftesammelstelle und als Ort der Einsatzleitung wurde das Feuerwehrgelände der Feuerwehr Wendelstein bestimmt. Aus diesem Grund fuhr ein Großteil der alarmierten Kräfte zunächst in den Richtweg 58 in Wendelstein, was bei manchem Anwohner für Verwunderung sorgte.

Die Einheiten hielten sich über mehrere Stunden im Feuerwehrhaus bereit. Die Einsatzleitung erfolgte dabei aus zwei Einsatzleitwägen des Katastrophenschutzes des Landkreises Roth und den Johannitern.

Durch die Feuerwehr Wendelstein und die Johanniter erfolgte die Versorgung der Einsatzkräfte. Da ein stundenlanger Einsatz abzusehen war, wurden zeitnah Getränke und belegte Brötchen im Feuerwehrhaus zubereitet, bereitgestellt und zur Einsatzstelle gebracht. Hierum kümmerte sich zunächst das Team der Feldküche der Feuerwehr Wendelstein. Sie besorgten kurzerhand die erforderlichen Lebensmittel und organisierten damit die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Tatsächlich drehte sich nicht alles um den Bombenfund. Es wurden auch Personal sowie Fahrzeuge wurden für reguläre Einsätze bereitgehalten, sodass die Einsatzbereitschaft der Feurwehr Wendelstein durchgehend gegeben war.

 

Entschärfung nicht möglich

Durch den Kampfmittelräumdienst wurde festgestellt, dass die Bombe nicht entschärft werden kann und kontrolliert gesprengt werden muss.

Als problematisch erwies sich dabei die nahegelegene Autobahn, aber auch eine Gasleitung, die sich im möglichen Einwirkungsbereich befand. Damit war klar, dass eine Sprengung ohne weitere Absicherungsmaßnahmen nicht durchgeführt werden kann.

Aufgrund der Nähe zu einer Gasleitung wurde auch das Eintreffen eines Sachverständigen veranlasst und abgewartet. Die vorgesehenen Absicherungsmaßnahmen nahmen ihre Zeit in Anspruch, weshalb die Sprengung zeitweise verschoben wurde.

Es wurden Dämmstoffe aber auch Wasserbehälter beigebracht, welche die Druckwelle der Explosion dämmen sollten. Die speziellen Wasserbehältnisse wurden aus Roth, Erlangen und Weißenburg geordert und durch die Feuerwehren Roth, Erlangen und Weißenburg zur Einsatzstelle gebracht.  

Dort wurden sie mit Tanklöschfahrzeugen befüllt. Bei dem Einsatz waren Tanklöschfahrzeuge von den Feuerwehren Großschwarzenlohe, Allersberg und Roth beteiligt.

 

Kontrollierte Sprengung der Fliegerbombe

Eine Stunde vor der Sprengung, um 15:52 Uhr, erfolgte in Wendelstein eine Sirenenalarmierung, die als Nachalarmierung diente. Es fanden sich dadurch weitere Feuerwehrleute am Feuerwehrhaus ein, die bei der ersten Alarmierung noch nicht zur Verfügung gestanden haben. Es handelte sich dabei um eine vorsorgliche Erhöhung der Einsatzbereitschaft.

Kurz vor der Sprengung erfolgte eine Vollsperre der A 73 in beiden Richtungen. Auf der sonst belebten Autobahn wurde es damit gespenstisch still.

Ein Polizeihubschrauber befand sich im Vorfeld der Sprengung ebenfalls im Einsatz. Es galt den schlecht einsehbaren Waldbereich zu kontrollieren. Nur auf diesem Wege konnte ausgeschlossen werden, dass sich Wanderer oder Sportler im Sperrbereich aufhalten oder unterwegs sind.

Ein nichtalltäglicher Einsatz endete letztlich mit der erfolgreichen Sprengung, die sich als gar nicht so spektakulär erwies, wie manch einer vermuten mochte. Schäden an den nahgelegenen Bauwerken wurden zum Einsatzende hin nicht bekannt. Auch zu Personen kamen nicht zu schaden.

Die Sicherheitsvorkehrungen behielten trotzdem ihre Berechtigung. Umherfliegende Splitter hätten insbesondere den Fahrzeugverkehr auf der Autobahn gefährden können. Auch wäre ohne die umfangreichen Schutzmaßnahmen die Verursachung von Sach- oder Personenschäden deutlich wahrscheinlicher gewesen.

 

Abschluss des Großeinsatzes

Die Johanniter und das Feldküchenteam des Feuerwehrvereins hatten zwischenzeitlich eine warme Mahlzeit zubereitet, welche den Einsatzkräften zum Einsatzende im Feuerwehrhaus Wendelstein angeboten wurde. Es gab Gulasch mit Nudeln und dabei einen abschließenden Austausch unter den hungrigen Einsatzkräften, die auf einen langwierigen, aber gelungenen Einsatz zurückblickten.

Die Feuerwehr Wendelstein bedankt sich an dieser Stelle für die gute und erfreuliche Zusammenarbeit mit allen Personen und Fachfirmen, den verschiedenen Feuerwehren, sowie den Rettungs- und Hilfsorganisationen und der Polizei, die allesamt an dem Großeinsatz beteiligt waren.

 


Einsatzdaten und eingesetzte Kräfte

 

Einsatzart:Brand
Alarmierung:Funkmeldeempfänger, Sirene
Einsatzstart:6. Mai 2019 11:41
Einsatzdauer:ca. 6 Stunden 30 Minuten
Fahrzeuge:MZF
 LF 16/12
 SW 2000
 VLKW
 LF 8
 VSA
 VSA
Alarmierte Einheiten:  Katastrophenschutz Lkr. Roth:
 Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung
 Einsatzleitwagen 2 (ELW2)
 Dekon KBI Bereich 3
  
 Rettungsdienste:
 Einsatzleitwagen (ELW Kater SC 13/2)
 Einsatzleiter Rettungsdienst
 Bayerisches Rotes Kreuz
 Malteser
 Johanniter
  
 Feuerwehrführungskräfte:
 Roth Land 14/1
 Roth Land 67/1
 Roth Land 55/1
 Roth Land 53/1
  
 Feuerwehren:
 Feuerwehr Allersberg
 Feuerwehr Roth
 Feuerwehr Großschwarzenlohe
 Feuerwehr Erlangen
 Feuerwehr Weißenburg
 Feuerwehr Brunnau
 Feuerwehr Altenfelden
  
 THW Fachberater
 Kampfmittelräumdienst
  
 Polizei
 Polizeihubschrauberstaffel Roth


FAQ - Häufig gestellte Fragen

Das freut uns, denn das bedeutet, dass Sie Interesse haben. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, nehmen Sie doch Kontakt mit unserem Kommandanten auf. Er wird sich über Ihr Interesse sehr freuen. Offene Fragen können Sie mit ihm klären. Sie können sich unser Gerätehaus sowie unsere Fahrzeuge mit ihm zusammen ansehen und einen persönlichen Eindruck gewinnen. Passen die Grundvoraussetzungen, trennt Sie letztlich nur ein Mitgliedsantrag von ihrer persönlichen Schutzausrüstung.

Als Wendelsteiner Bürger können Sie bei uns von 12 bis 63 Jahren als aktiver Feuerwehrler Dienst leisten und einen großen Teil zur öffentlichen Sicherheit beitragen. Mit 12 Jahren kann man Mitglied in der Jugendfeuerwehr werden. Nach Vollendung des 18. Lebensjahres wechselt man dann automatisch in die Aktive Wehr.

Sie sind ein Teamplayer und haben Interesse an einem neuen spannenden Hobby? Freizeit würden Sie hierfür aufbringen können? Eine sinnvolle und gemeinnützige Tätigkeit würde Sie ansprechen? Einige Fragen die Sie sich selbst stellen müssen um festzustellen, ob der freiwillige Dienst bei der Feuerwehr etwas für Sie ist. Antworten zu dem, was Sie bei der Feuerwehr erwarten würde, lassen sich auf unserer Webseite finden.

Voraussetzungen für den aktiven Dienst

  • Gesundheitlich, körperlich und geistig fit
  • Begeisterung mit technischen Gerät umzugehen
  • Courage anderen Menschen in Notlagen zu helfen
  • Freude an der Kameradschaft
  • Interesse an einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung

Selbstverständlich. Egal ob Frau oder Mann, groß wie klein oder ob man über Migrationshintergrund verfügt. Das macht für den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr keinen Unterschied. Wir vertreten moderne und zeitgemäße Ansichten. Wir, wie auch viele andere Feuerwehren, stellen dennoch fest, dass nach wie vor Vorurteile bestehen. So auch, dass Frauen hier nichts beitragen könnten. Wir haben schon lange Feuerwehrfrauen in unseren Reihen und diese Tatsache hat sich bewährt. Es geht auch nicht darum, wer schweres Gerät am schnellsten alleine aus dem Fahrzeug heben kann. Teamarbeit steht hier im Vordergrund und lässt die "Muskelspielerei" der Vergangenheit angehören.

Nein müssen Sie nicht. Sie werden Schritt für Schritt zur Feuerwehrfrau / zum Feuerwehrmann ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt durch verschiedene Stufen. Als erstes durchläuft jeder eine sogenannte....

Grundausbildung (auf Landkreisebene) :

  • Truppmann Teil 1
  • Truppmann Teil 2
  • Truppführer

Im Anschluss kann jeder (in Absprache mit der Führung) selbst entscheiden, wie seine Laufbahn bei der Feuerwehr aussehen soll.

Standortschulungen (in Wendelstein) :

  • Höhensicherungslehrgang (Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich)
  • Verwendung der Wärmebildkamera
  • Arbeiten unter Hitzeschutz-/Kontaminationsschutzanzug
  • Kettenführerausbildung 

Weitere Ausbildungen (auf Landkreisebene) :

  • Sprechfunker
  • Absturzsicherung
  • Atemschutzgeräteträger
  • Träger von Chemikalienschutzanzügen
  • Maschinist für Tragkraftspritzen und Fahrzeugpumpen

bzw. die Ausbildung in bestimmten Führungslehrgängen (an den staatlichen Feuerwehrschulen) :

  • Gruppenführer
  • Zugführer
  • Gerätewart
  • Jugendfeuerwehrwart
  • Ausbilder in der Feuerwehr
  • usw.....

Diese Frage kann nicht generell beantwortet werden. Bei der Freiwilligen Feuerwehr kann man sich die gesamte Dienstzeit aus- und fortbilden lassen. Einige Ausbildungen sind dabei nicht nur für den Feuerwehrdienst relevant, sondern können einem auch im täglichen Leben weiterhelfen. Die Dauer der bestimmten Ausbildungen ist verschieden. Eine Ausbildung die jede/r Feuerwehrmann/-frau machen muss, ist die Grundausbildung. Danach kann sich jeder nach eigenen Interessen und Fähigkeiten weiterbilden. Wir zwingen niemanden zu etwas, was er selbst nicht machen möchte oder sich selbst nicht zutraut. Gerne kann man auch, bevor man sich weiterbilden lässt, den Fachbereich einmal genauer kennenlernen und sich dann entscheiden. In der Regel finden die Ausbildungen unter der Woche am Abend und am Wochenende vormittags statt.

Grundsätzlich finden die meisten Übungen bei uns am Standort statt.

Dennoch finden viele Ausbildungen bei uns auf Landkreisebene statt, wie zum Beispiel:

  • Truppmann Teil 1 und Teil 2 (Leerstetten)
  • Sprechfunker (Allersberg)
  • Absturzsicherung (Hiltpolstein)
  • Atemschutzgeräteträger (Roth)
  • Träger von Chemikalienschutzanzügen (Roth)
  • Maschinist für Tragkraftspritzen und Fahrzeugpumpen (Wendelstein)

 

Zudem finden die Ausbildungen in bestimmten Führungslehrgängen an den staatlichen Feuerwehrschulen Würzburg, Regensburg oder Geretsried statt:

  • Gruppenführer
  • Zugführer
  • Gerätewart
  • Jugendfeuerwehrwart
  • Ausbilder in der Feuerwehr
  • usw.....

Nein. Eine Gemeinde ist dazu verplichtet, eine Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten. So auch die Marktgemeinde Wendelstein mit ihren knapp 16.000 Einwohnern. Aus- und Fortbildungskosten gehören zum Unterhalt einer Feuerwehr. Somit kommen auf Sie keine Kosten zu.

Wie der Name schon sagt, sind bei einer Berufsfeuerwehr die Feuerwehrleute hauptamtlich angestellt, während sie bei einer Freiwilligen Feuerwehr freiwillig in ihrer Freizeit tätig sind. Die Feuerwehr Wendelstein ist eine Freiwillige Feuerwehr und somit setzt sich ihre Mannschaft aus ganz normalen Bürgern zusammen, die neben ihrem Beruf wie z.B. Kaufmann, Gärtner, Architekt oder Tischler im Einsatzfall zum Gerätehaus fahren, um dort die Einsatzfahrzeuge zu besetzen und den Einsatz anfahren. Nach dem Einsatz kehren sie häufig wieder an ihren Arbeitsplatz zurück.  Sie finden bei uns eine ausführliche Erklärung:  Feuerwehren in Bayern

Ja. Jede/r Feuerwehrfrau/mann ist über die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) abgesichert.

Nein. Der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr ist ehrenamtlich, somit erhält man kein Geld.

Ein überspitzter Leitspruch lautet: „Ein- und Austritt sind freiwillig, alles andere ist Pflicht!“ Bedeutet, man kann selbst entscheiden, ob man zur Freiwilligen Feuerwehr geht und man kann natürlich auch jederzeit wieder austreten. Entscheidet man sich jedoch für eine Mitgliedschaft, wird eine regelmäßige Teilnahme an Übungen und Einsätzen erforderlich.

Unter dem Menüpunkt HIORG können Sie unseren Übungsplan einsehen. Jede Fachgruppe hat ihre eigenen Übungstermine. Etwa einmal im Monat findet eine Gruppenübung statt, bei der allgemeine feuerwehrtechnische Tätigkeiten beübt werden. Die allgemeinen Übungen finden zumeist an drei Abenden statt. Das erleichtert einem die persönliche Terminplanung, sodass sich ein Übungstermin findet, an dem man teilnehmen kann. Berufliche oder andere wichtige Gründe können einem die Teilnahme auch mal verwehren. In einem solchen Fall ist es jedoch erforderlich, aber eben auch möglich, seine Teilnahme abzumelden.

In den meisten Fällen nicht. Es ist nur sinnvoll zu einem Einsatz zu kommen, wenn man sich in der Umgebung aufhält und innerhalb von ca. 5 Minuten im Feuerwehrhaus sein kann.

Grundsätzlich ja, dennoch können berufliche Pflichten auch dagegen sprechen. Ein Lehrer würde beispielsweise gegen seine Aufsichtspflicht verstoßen. Ein Krankenpfleger würde seine Patienten wohl nicht zurücklassen können. Die Verhältnismäßigkeit wäre in beiden Fällen nicht gegeben. Es empfiehlt sich jedoch in jedem Einzelfall, das Gespräch mit unserem Kommandanten und dem eigenen Arbeitgeber zu suchen, um Unklarheiten zu beseitigen.

Sie haben keinen finanziellen Nachteil. Laut Gesetz muss der Arbeitgeber dem/der Feuerwehrmann/-frau weiterhin Lohnfortzahlung gewähren. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, den entstandenen Aufwand bei dem Träger der Feuerwehr (Kommune) geltend zu machen. In der Praxis sollte im Vorfeld, um eventuelle Unanehmlichkeiten zu vermeiden, mit dem Arbeitgeber gesprochen werden.

Damit wir schneller helfen können und die vorgeschriebene Hilfsfrist eingehalten wird. Schnelle Hilfe kann Leben und Sachwerte retten. Die Pflicht Blaulicht und Einsatzhorn bei Alarmfahrten zu verwenden, stammt aus der Straßenverkehrsordnung und besteht auch bei Nacht. Dann ist in Wendelstein starker Verkehr zwar nicht das Problem, dennoch müssen auch einzelne Verkehrsteilnehmer gewarnt werden.

Auch ein einzelner Radfahrer oder Fußgänger kann die Straße kreuzen und ein Einsatzfahrzeug übersehen. Ein Unfall hätte fatale Folgen, sowie ernste rechtliche Konsequenzen für den Fahrer des Einsatzfahrzeuges. Daher bitten wir Sie um Verständnis, wenn auch zu ungünstigen Tageszeiten Einsatzhorn bei Alarmfahrten verwendet wird.

In den meisten Fällen werden selbst dem Schadensverursacher keine Kosten entstehen. Brandeinsätze bleiben grundsätzlich kostenfrei, wie auch Verdachtsmeldungen. Andere Einsatzarten können Kosten verursachen, die in den allermeisten Fällen von Versicherungen getragen werden, seien es beispielsweise Krankenversicherungen, KFZ Haftpflicht- wie auch allgemeine Haftpflichtversicherungen. Haben Sie hierzu Fragen? Wenden Sie sich an unseren Kommandanten. Als Meldender an sich entstehen Ihnen keinesfalls Kosten, sofern es sich um keine böswillige Fehlalarmierung handelt. Machen Sie sich also keine Sorgen. Selbst die Notrufnummer ist kostenfrei.

Die Einsatzzahlen variieren stark. So bleiben die Einsätze bei kleinen Freiwilligen Feuerwehren im einstelligen Bereich. Dagegen rückt beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr Schwabach bis zu 300 mal im Jahr zu Einsätzen aus. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Wendelstein haben sich die Einsatzzahlen in den letzten Jahren zwischen 100 und 120 pro Jahr eingependelt.

Die Leitung der Feuerwehr übernimmt der Kommandant (Christian Mederer). Die Feuerwehr untersteht als gemeindliche Einrichtung dem Bürgermeister. Daneben besteht der Feuerwehrverein, der durch den Vorstand geführt wird. Die Vereinsleitung übernimmt der Vorsitzende. (Andreas Bittner)

Jedes Feuerwehrfahrzeug erfüllt einen speziellen Einsatzzweck. Zum einen gibt es so genannte Führungsfahrzeuge, von denen aus Einsätze geleitet werden. Löschfahrzeuge sind speziell für die Brandbekämpfung wie auch für die technische Hilfeleistung ausgerüstet. Diese werden durch Sonderfahrzeuge, wie Hubrettungsfahrzeuge (Drehleitern), Rüstwägen, Nachschubfahrzeuge und Logistikfahrzeuge ergänzt. Erfahren Sie Interessantes über unseren Fuhrpark.