Motorsägenlehrgang 2019

27. Januar 2019
Übung/Ausbildung
Unsere Ausrüstung ist genauso vielfältig und umfangreich wie unsere Einsätze. Deshalb ist es wichtig regelmäßig Aus- und Fortbildungen zu besuchen, um Unfälle zu vermeiden und den sicheren Umgang zu erlernen. Den größten Anteil unserer Einsätze machen Technische Hilfeleistungen (THL) aus. Ein sehr oft benötigtes und nützliches Gerät zur Bewältigung dieser Einsätze ist die Motorsäge. Allerdings bringt die Arbeit mit Motorkettensägen auch einige Risiken mit sich.

Im Januar diesen Jahres fanden auf Grund der hohen Nachfrage gleich an zwei Wochenenden Motorsägen Lehrgänge in den Räumlichkeiten der Feuerwehr Wendelstein statt. Durchgeführt wurde die zweitägige Schulung in Zusammenarbeit mit dem Reservistenverband. Die Ausbilder vermittelten den Teilnehmern der Bundeswehr und der Feuerwehr die Grundlagen für das Fällen von Schwachholz. Als Schwachholz bezeichnet man Holz, das auf Brusthöhe nicht dicker als 20 cm ist.

Los ging es am Freitag um 16 Uhr mit einer Theorieschulung über die Gefahren beim Arbeiten mit der Motorsäge, der Einhaltung der Unfallverhütungsvorschrift (UVV), Fälltechniken, Persönlicher Schutzausrüstung und den Sicherheitseinrichtungen an einer Kettensäge. Nach einer kurzen Vesperpause, welches freundlicherweise von der Bundeswehr gestellt wurde, ging es an den praktischen Teil des Abends. Hier wurde in drei Stationen näher auf die Sicherheitseinrichtungen, das wechseln, schärfen und spannen der Kette und auf die richtige Reinigung und Wartung der Säge eingegangen. Zum Abschluss folgte noch ein schriftlicher Leistungsnachweis. Gegen 21.30 Uhr endete der erste Lehrgangstag.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Praxis. Nach dem Sammeln und einer kurzen Besprechung auf dem Feuerwehrhof ging es mit Schnittschutzkleidung und Motorsägen ausgerüstet in den Wald zwischen Sperberslohe und Allersberg. Auch hier wurde sich wieder in Kleingruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe an einem etwa ein Meter hohem Stamm den Fällheberschnitt erlernte, beübten die anderen Gruppen verschiedene Sägetechniken, wie zum Beispiel das Sägen mit ein- und auslaufender Kette.

Nach der Mittagspause ging es an die richtigen Bäume. Hier hatten die Teilnehmer genug Zeit, den am Vormittag erlernten Fällheberschnitt praktisch zu üben. Zum Schluss musste jeder Teilnehmer noch eine praktische Prüfung absolvieren, bei der er einen Baum ohne Hilfe beurteilen, fällen und aufarbeiten musste.

Gegen 15 Uhr ging es zurück ins Gerätehaus nach Wendelstein, wo das eingesetzte Material aufgetankt, gereinigt und wieder auf die Fahrzeuge verlastet wurde. Damit endete dieser anspruchsvolle aber sehr interessante Lehrgang.

 

 

A. Hung