Sturmtief Eberhard

10. März 2019
Öffentlichkeitsarbeit
Der Wetterbericht hatte das Sturmtief Eberhard bereits als gefährliche Wetterlage angekündigt. So dauerte es nicht lange, bis um 14:38 Uhr das erste Mal an diesem Tag die Funkmeldeempfänger klingelten. Die Feuerwehrleute machten sich auf den Weg zum Feuerwehrhaus und rückten aus zu den ersten vier Einsatzstellen. Im Verlauf des Tages kamen 11 Einsätze zusammen, davon zwei auf der Staatstraße 2225. Auch die Feuerwehren Sperberslohe, Kleinschwarzenlohe und Röthenbach b.St.W. wurden im Laufe des Tages alarmiert.

Ganze Bäume brachen durch die Windlast oder drohten umzustürzen, nachdem sie Schaden genommen hatten. Da die starken Böen über den Tag verteilt auftraten, verteilten sich auch die Alarmierungen. Dennoch mussten einige Einsatzstellen auch parallel durch mehrere Fahrzeugbesatzungen abgearbeitet werden.

Unsere Drehleiter kam wiederholt zum Einsatz. In luftiger Höhe hantierten Feuerwehrleute mit der Motorsäge oder inspizierten Dächer, nachdem Gebäudeteile herabgestürzt waren.

In vielen Fällen bot sich das gleiche Bild. Bäume lagen auf Fahrbahnen oder hatten Gebäude- und sonstige Sachschäden verursacht. Oftmals war die Gefahr gegeben, dass die Bäume weiter abrutschen oder herabfallen konnten.

Schwankender Baum im Wohngebiet

In Wohngebieten waren Bäume aus Gärten auf Gebäude oder Straßen gestürzt. So auch am späten Nachmittag. Ein Grundstücksbesitzer meldete sich persönlich bei der Feuerwehr Wendelstein und teilte mit, dass ein großer und massiver Baum in seinem Garten gefährlich schwankt.

Gerade zum Feuerwehrhaus zurückgekehrt, rückten die Einsatzkräfte erneut aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Baum durch den Sturm bereits stark geschädigt war. Es bestand die Gefahr, dass er durch weitere Böen auf angrenzende Wohnhäuser oder die Straße stürzen könnte.

In der engen Straße wurde die Drehleiter positioniert. Der Baum wurde soweit zurückgeschnitten, dass keine weitere Gefahr mehr gegeben war.

Baum auf Garage, abseits der Straße

In der Zwischenzeit wurden bereits die nächsten Einsatzstellen gemeldet. U.a. nur wenige Straßen entfernt. Ein Drehleitereinsatz war hier aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht möglich. Der Baum war in einem Garten mitsamt seinen massiven Wurzeln zur Hälfte herausgerissen worden. Mit einem dicken Ast lag er nun auf einer angrenzenden Garage. Ein weiteres Abrutschen war sehr wahrscheinlich.

Die Arbeiten gestalteten sich schwierig und schweißtreibend. Hinzu kam die einsetzende Dunkelheit. Die Einsatzstelle musste nun zusätzlich mit Scheinwerfern ausgeleuchtet werden.

Der Baum wurde auch hier soweit zurückgeschnitten, dass eine Gefahrenlage ausgeschlossen werden konnte. Nach dem Abschluss der Arbeiten ging es kurzzeitig zurück zum Feuerwehrhaus.

Staatsstraße 2225

Doch der letzte Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Ein Baum war auf die Staatstraße 2225 gestürzt. Gerade im Zusammenhang mit der Dunkelheit war es nur glücklichen Umständen zu danken, dass hier kein schwerer Verkehrsunfall die Folge war.

Weitere Alarmierungen folgten nicht. Die Einsatzkräfte reinigten im Feuerwehrhaus letztlich die benutzten Geräte und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her.

Gegen 21:15 Uhr verließen die letzten Feuerwehrleute das Feuerwehrhaus.

 

Bericht: RahmanM